Kräuter

Kräuter sind wohl die älteste bekannte Medizin.

Was dem Einen nur als Unkraut im Garten erscheint, ist für den Anderen ein Schlaraffenland der gärtlichen Apotheke.
Es gibt dabei über 600 Arten der nützlichen „Unkräuter“.

IMG_1592Die Phytotherapie wird schon seit Jahrtausenden praktiziert, und selbst die Schulmedizin macht sich dies zu Eigen. Viele schulmedizinische Präparate finden ihren Ursprung in Kräuterextrakten, oder zumindest ihr Wirkstoff ist dem eines Krautes nachgeahmt.

Als wohl bekanntestes Beispiel gilt das Aspirin, ein Wirkstoff, der dem Wirkstoff der Weidenrinde nachempfunden ist (Acetsalicylsäure). Somit könnte jeder Kopfschmerzpatient auf dem Ast einer Weidenrinde kauen, um denselben, wenn auch vielleicht verminderten Effekt zu erzielen!

Die Kräuterhexen und Schamanen von damals kann man somit als erste „Mediziner“ bezeichnen. Schon ihnen war bzw. ist heutzutage bekannt: Für jedes Leid ist ein Kraut gewachsen.

Beobachtet man Tiere in der freien Natur, so wird einem schnell klar, dass dieses Wissen selbst in ihnen verankert ist. Instinktiv suchen und fressen sie spezielle Pflanzen bei bestimmten Leiden; wie z.B. das Farnkraut bei Wurmbefall.

An einer Pflanze ist fast alles verwertbar: Wurzeln, Blüten, Blätter, Samen, Früchte...frisch, getrocknet, zerkleinert oder als extrahierter Sud.
Am wertvollsten sind jedoch die ätherischen Öle.
Neben ihren pflanzenspezifischen Aromen sind besonders ihre antimikrobielle, durchblutungsfördernde, appetitanregende, harntreibende, wärmende und beruhigende Wirkung von Nutzen.
Bei Katzen ist jedoch aufgrund ihrer Glucorodinierungsschwäche (unzureichende Ausscheidung unpolarer Stoffe) Vorsicht geboten, da es hier oral eingenommen zu Vergiftungen mit den ätherischen Ölen kommen kann.