Mineralien

Bekannt ist, dass der Körper zu 80% aus Wasser besteht. Doch woraus besteht der Rest?
Es sind Mineralien und Vitamine.

Vitamine sind biologische Katalysatoren, Enzyme. Das bedeutet, sie ermöglichen Stoffwechselvorgänge und bringen diese in Gang.

Die Grundbasis eines jeden Stoffwechselvorganges sind Mineralien. Sei es der „Kleine“ in jeder einzelnen Zelle oder ein „Großer“, wie z.B. die Regulation der Harnausscheidung.

Mineralien bilden das Grundgerüst einer jeden Zelle.
Die Grundelemente aus denen ein jeder Organismus besteht sind Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff. Doch ein Körper eines Tieres und Menschen besteht aus insgesamt 106 verschiednen Mineralien. Pflanzen hingegen aus „nur“ 86.

Dabei übernimmt eine Hälfte immer eine aktivierende und die andere Hälfte eine regulierende Rolle. Es arbeiten also immer 2 Mineralstoffe Hand in Hand, um sich so gegenseitig zu kontrollieren.

Die bekannteste Einteilung der Mineralien erfolgt in Mengenelemente und in Spurenelemente.
Wie die Namen verraten, brauchen wir für unsere Stoffwechselvorgänge eine Menge von den Mengenelementen (>50mg/kgKGW)und nur eine Spur von den Spurenelementen (<50mg/kgKGW).

Mengenelemente

Spurenelemente

Natrium

Calcium

Magnesium

Kalium

Phosphor

Schwefel

Chlor

Kupfer

Zink

Selen

Mangan

Chrom

Cobalt

Iod

Eisen

Molybdän

Fluor

Silicium

Vanadium

Tabelle: Ausschnitt mit den wichtigsten Mengen- und Spurenelementen


Um eine Balance dieser Haushalte zu erreichen, müssen wir die Mineralien über unsere Nahrung zu uns nehmen. Das Besondere dabei ist, dass sie in einer organischen Verbindung vorhanden sein müssen, damit der Körper sie aufnehmen und weiter verarbeiten kann.

In vielen Fällen ist dies jedoch leider nicht der Fall, so dass die Mineralienverbindung nur zu kleinen Teilen aufgenommen werden, und zu großen Teilen einfach wieder ausgeschieden werden.

Doch woher wissen wir, woran es uns wirklich mangelt? Gar nicht!

Selbst ein Bluttest erfasst nicht alle Mineralien, sondern nur die Wichtigsten, nämlich die, die am häufigsten und am meisten in Stoffwechselvorgängen verbraucht werden, die wiederum ständig variieren.

Um jedoch den Körper selbst entscheiden lassen zu können, woran es ihm in welcher Situation mangelt, müssen wir alle Mineralien über die Nahrung zu uns nehmen.

Es nützt nichts wenn wir von 10 Mineralien viel nehmen und es mangelt an Nr.11. Denn das Mineral mit der geringsten Verfügbarkeit gibt die Auswirkung auf die Stoffwechselvorgänge vor.

tonne

„Liebig Tonne“:
Quelle: Ernst, Dr. C.: Chemie 9.